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TU Berlin

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Fachgebiet für Energie- und Klimapolitik

Das Fachgebiet für Energie- und Klimapolitik analysiert mit empirische und theoretische Methoden die bisherigen Erfahrungen und zukünftigen Gestaltungsoptionen von Politikinstrumenten, mit denen die Energiewende im deutschen und europäischen Kontext, sowie der Übergang zu einem nachhaltigen und klimaschonenden Wirtschaftssystem umgesetzt werden können.

Dabei werden öffentliche Entscheidungsträger bei der Ausgestaltung regulatorischer Rahmenbedingungen unterstützt, mit denen die Ziele Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit / Wettbewerbsfähigkeit und Versorgungssicherheit gemeinsam realisiert werden können. Zugleich werden die neuen Perspektiven, die sich aus den Transformationsprozessen der Energiewende ergeben, in den wissenschaftlichen Diskurs zur Energieökonomie, Industrieökonomie und Regulierungstheorie eingebracht. 

Die Forschungsmethoden umfassen quantitative und qualitative Analysen, Modellierungen und Bewertungen. Dabei wird ein frühzeitigem Dialog mit Interessengruppen kombiniert mit Kooperation innerhalb des internationalen Experten-Netzwerks von Climate Strategies. Angesichts der kurzen historischen Erfolgsbilanz von vielen Instrumenten, die analysiert werden, erhalten länderübergreifende Vergleiche eine besondere Aufmerksamkeit.

Schwerpunktthema "Strommarkt & Erneuerbare Energien"

Im Strombereich musste bis 2014 die Umsetzung des dritten EU-Pakets zum Energiebinnenmarkt abgeschlossen werden. Es hat sich dabei gezeigt, dass weitere Schritte notwendig sind, damit der Strommarkt die für eine effektive Integration von erneuerbaren Energien notwendige Flexibilität bietet. Dazu werden Analysen in enger Kooperation mit den nationalen und europäischen Regulierungsbehörden und Systembetreibern durchgeführt. Instrumente zur Förderung erneuerbarer Energien werden analysiert und modelliert. Weitere Fragestellungen betreffen die Investitionsrahmenbedingungen für Erzeugung, Speicher und Netze. Die Entwicklung im europäischen Emissionshandel wird modelliert und darauf aufbauend Politikvorschläge zum Backloading und zu strukturellen Reformen bewertet.

Schwerpunktthema "Energieeffizienz im Gebäudesektor"

Zur Förderung von Investitionen in Energieeffizienz im Gebäudebereich werden sowohl verschiedene Mechanismen der nationalen und europäischen finanziellen Förderung von energetischen Sanierungen bewertet, als auch die Wechselwirkungen mit Informations-, Beratungs- und Trainingsprogrammen sowie Effizienzstandards analysiert. Gesamtwirtschaftliche Auswirkungen von Maßnahmen für Energieeffizienz im Gebäudesektor werden in Zusammenarbeit mit der Abteilung Konjunkturpolitik untersucht. Zusammen mit der ista Deutschland GmbH, einem führenden Energiedienstleister, erstellt die Abteilung den „Wärmemonitor“, um jährlich und regional differenziert über die Entwicklung des Energiebedarfs in Deutschland zu berichten, basierend auf 3 Millionen Daten von Heizkostenabrechnungen und Energieausweisen von Mehrfamilienhäusern.

Schwerpunktthema "Low-carbon Transformation im Industriesektor"

Die sektoralen Roadmaps der energieintensiven Industrien zeigen Investitionsmöglichkeiten auf in Energieeffizienz, neue Produktionsprozesse und Materialien, um die europäischen Emissionsreduktionziele zu erreichen. Die Abteilung bewertet den Erfolg der heutigen Politikinstrumente solche diese Potenziale zu erschließen und analysiert welcher Politikmix benötigt wird, um weitere Fortschritte zu erzielen. Aktuell leitet die Abteilung Projekte zusammen mit dem europäischen Forschungsnetzwerk Climate Strategies zu: empirischen Bewertungen der energieintensiven Industrien, Modellvergleichen des Europäischen Emissionshandels und verschiedenen Reformen, die derzeit auf europäischer Ebene diskutiert werden.

Das Fachgebiet Energie- und Klimapolitik arbeitet eng zusammen mit der Abteilung Kilmapolitik am DIW Berlin.

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